Dream Machine Beast im Anflug

Dream Machine Beast im Anflug

Unboxing und erste Einschätzung von Ubiquitis neuem Flaggschiff

Wer unsere Beiträge regelmässig verfolgt, weiss: Wir setzen bei unseren Kunden auf Lösungen von Ubiquiti.

Mit der neuen UniFi Dream Machine Beast (UDM Beast) hat Ubiquiti nun ein Gerät vorgestellt, das sich an anspruchsvolle KMU und grössere Standorte richtet.

Nach einigen Wochen entgegenfiebern ist unser Testgerät endlich eingetroffen. Zeit für ein erstes Unboxing und einen Blick auf die technischen Daten.

Was ist die UDM Beast?

Die UDM Beast ist aktuell eines der leistungsstärksten Gateways im UniFi Portfolio.

Sie vereint verschiedene Funktionen in einem einzigen Gerät:

  • Firewall
  • Security Gateway
  • VPN Gateway
  • IDS/IPS
  • UniFi Controller
  • Routing
  • Netzwerküberwachung

Kurz gesagt:

Die UDM Beast soll die Zentrale moderner Unternehmensnetzwerke werden.




Ubiquiti UDM Beast

Was bringt uns diese Mehrleistung?

Auf den ersten Blick klingt mehr Leistung bei einer Firewall wenig spektakulär. Schliesslich funktioniert das Internet ja bereits heute. Doch moderne Netzwerke müssen deutlich mehr leisten als noch vor wenigen Jahren.

Mitarbeitende arbeiten im Homeoffice, Daten liegen in der Cloud, Videokonferenzen gehören zum Alltag und gleichzeitig steigen die Anforderungen an die IT Sicherheit kontinuierlich.

Jede Sicherheitsfunktion benötigt dabei Rechenleistung. Je genauer der Netzwerkverkehr analysiert und geprüft werden soll, desto höher werden die Anforderungen an die eingesetzte Hardware.

Die spannende Frage lautet deshalb:

Bleibt genügend Leistung übrig, wenn sämtliche Sicherheitsfunktionen aktiviert sind?

Genau dieser Frage werden wir in den kommenden Wochen, mit unterschiedlichsten Test auf den Grund gehen. Denn eine leistungsstarke Firewall bringt nur dann einen echten Mehrwert, wenn sie ihre Schutzmechanismen einsetzen kann, ohne zum Flaschenhals der gesamten IT Infrastruktur zu werden.

Erster Eindruck beim Auspacken

Wer bereits mit UniFi gearbeitet hat, wird beim ersten Blick auf die UDM Beast keine Designrevolution erleben.

Die Designsprache bleibt dem typischen UniFi Look treu: schlicht, aufgeräumt und ohne unnötige Spielereien.

Trotzdem fällt beim Auspacken sofort auf, dass Ubiquiti hier einige neue Akzente setzt. Besonders ins Auge springt der zusätzliche Shadow Mode Port auf der Vorderseite. Dieser ermöglicht den Aufbau einer Hochverfügbarkeitslösung mit einer zweiten UDM Beast und richtet sich klar an Unternehmen, die Ausfallzeiten möglichst vermeiden möchten.

Auch die Anzahl und Ausführung der Netzwerkanschlüsse zeigen, dass Ubiquiti das Gerät nicht als gewöhnlichen Router positioniert. Bereits beim ersten Blick wird deutlich, dass die UDM Beast für deutlich anspruchsvollere Aufgaben vorgesehen ist als die kleineren Gateways der Produktfamilie.

Abgesehen davon präsentiert sich das Gerät typisch UniFi:

  • hochwertige Verarbeitung
  • aufgeräumtes Rack Design
  • übersichtliche Port Anordnung
  • schnelle Inbetriebnahme über das UniFi Ökosystem

Unser erster Eindruck:

Keine Revolution beim Äusseren, aber einige interessante technische Ansätze, die wir in den kommenden Wochen genauer unter die Lupe nehmen werden.

Was versprechen die technischen Daten?

Auf dem Papier liest sich die UDM Beast beeindruckend. Sie wurde entwickelt, um hohe Bandbreiten mit umfangreichen Sicherheitsfunktionen kombinieren zu können.

  • 2 × 1-GbE-RJ45
  • 8 × 10-GbE-RJ45
  • 2 × 10G-SFP+
  • 2 × 25G-SFP28
  • Shadow Mode Port für HA Szenarien
  • Integrierter UniFi Network Controller
  • Unterstützung für IDS, IPS und Deep Packet Inspection (DPI)
  • WireGuard- und IPsec-VPN
  • Zwei NVMe Steckplätze für Storage Erweiterungen
  • Single Rack Unit (1U) Design
  • Zentrale Verwaltung über das UniFi Ökosystem
  • Ausgelegt für Multi Gigabit Internetanschlüsse und anspruchsvolle Netzwerkinfrastrukturen

Besonders spannend werden für uns folgende Bereiche sein:

IDS / IPS

Intrusion Detection und Intrusion Prevention sollen verdächtigen Netzwerkverkehr erkennen und blockieren.

Die entscheidende Frage:

Wie hoch bleibt der tatsächliche Datendurchsatz unter Last?


Deep Packet Inspection (DPI)

DPI analysiert den Netzwerkverkehr deutlich detaillierter als klassische Firewalls. Dadurch entstehen zusätzliche Einblicke in die Nutzung des Netzwerks, allerdings auch zusätzliche Last auf der Hardware.



VPN Performance

Immer mehr Mitarbeitende arbeiten mobil oder im Homeoffice. Wir möchten überprüfen, welche VPN Leistung die UDM Beast im Alltag tatsächlich liefert.




Gleichzeitige Verbindungen

Moderne Netzwerke bestehen längst nicht mehr nur aus Computern. Dazu kommen:

  • Smartphones
  • Tablets
  • Drucker
  • IoT Geräte
  • Kameras
  • Cloud Dienste

Dadurch entstehen teilweise tausende parallele Netzwerkverbindungen. Auch hier wird die Beast zeigen müssen, was tatsächlich möglich ist.

Unsere Testreihe startet

Die technischen Daten auf dem Papier sind das Eine. Entscheidend ist jedoch die Praxis. Deshalb werden wir die UDM Beast in den kommenden Wochen ausführlich testen. Dabei sind folgende Tests geplant:

Parallele Sessions
Wie viele gleichzeitige Verbindungen verarbeitet die UDM Beast tatsächlich, bevor sie an ihre Grenzen gelangt?

IDS/IPS
Wie zuverlässig arbeitet die Angriffserkennung und welchen Einfluss hat sie auf die verfügbare Leistung?

Durchsatz unter voller Inspection
Bleibt die Geschwindigkeit stabil, wenn Deep Packet Inspection (DPI) und IPS gleichzeitig aktiv sind?

Connections per Second (CPS)
Ein oft unterschätzter Wert. Denn viele Firewalls scheitern nicht am Datendurchsatz, sondern an der Anzahl neuer Verbindungen pro Sekunde, die verarbeitet werden müssen.

VPN Durchsatz
Wie viel Leistung steht für WireGuard und IPsec tatsächlich zur Verfügung?

Besonders spannend wird dabei der direkte Vergleich mit der UDM Pro. Denn die zentrale Frage lautet nicht, was die UDM Beast kann.

Die zentrale Frage lautet:

Rechtfertigt die zusätzliche Leistung den Aufpreis?

Zusätzlich werfen wir einen Blick auf die Grenzen der Plattform. Denn obwohl die UDM Beast in vielen Bereichen deutlich leistungsfähiger geworden ist, bleiben gewisse Funktionen wie eine vollständige SSL Deep Inspection weiterhin den klassischen Enterprise Lösungen vorbehalten.

🚀 Bleiben Sie gespannt!

In den kommenden Beiträgen zeigen wir die Messergebnisse, die positiven Überraschungen und natürlich auch die Punkte, an denen die Beast ihre Grenzen erreicht.